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Buchtipps - Theologie

»Die Bibel ist eine Gegend, in der man wohnen kann. Da läuft ein Wasser hindurch, lebendiges Wasser.« Silja Walter ist bekannt für ihre symbolgeladenen Gedichte und Lieder, mit der sie ihren Glauben in Worte goss. Mit Martin Werlen verband sie eine lange geistliche Freundschaft. Zum 100. Geburtstag der 2011 verstorbenen Dichtertheologin hielt Werlen 30 Impulse auf Radio Vatikan, um die dichtende Nonne einem breiteren Publikum vorzustellen. Kurz und prägnant, und doch in einer geistlichen Tiefe, die Kenner an Silja Walter lieben.

Als im Dezember 2019 das YouTube-Video „#FragEinenMönch“ erschien, in dem der Benediktiner Nikodemus Schnabel auf vorher gesammelte Fragen zum Leben als Mönch antwortete, war das Echo begeistert: Ein Mönch und Katholik, der offen, ehrlich und reflektiert auch auf schwierige und persönliche Fragen eingeht und einen klaren Standpunkt vertritt! Und das, ohne andere zu verurteilen oder ihnen seine Meinung aufzudrücken.

Jörg Lauster erzählt die Biographie des Heiligen Geistes von der Schöpfungsgeschichte über frühchristliche, mystische, philosophische und romantische Geistvorstellungen bis zum heutigen Pfingstchristentum und zu der Frage, wo in einer entzauberten Welt der Geist vernehmbar wird. Er zeigt dabei anschaulich, wie es im Namen des Geistes immer wieder zu Neuaufbrüchen kam, geht aber auch der dunklen Seite dieser rätselhaften Macht nach.  

Unsere Identität als Christen nährt sich aus der Erinnerung. An wichtigen Stellen schärfen die Bibel und die Liturgie der Kirche ein, sich zu erinnern: Gedenke, dass du Staub bist! Tut dies zu meinem Gedächtnis! In seinem Buch legt Erik Varden, ehemaliger Trappisten-Abt in England und Bischof von Trondheim, diese biblischen Aufforderungen aus und zieht verblüff ende und beeindruckende Verbindungslinien zu Texten und Erfahrungen moderner Dichter und Musiker.

Die Sprache ist vielschichtig so wie der Mensch. Worte wie Glaube , Hoffnung oder Liebe lassen unterschiedliche Bedeutungen aufscheinen. Einerseits muss diese Vielfalt definiert , d.h. begrenzt werden. Andererseits weist der Bedeutungsreichtum darauf hin, dass der Mensch nie ganz zu fassen oder festzulegen ist. Auf diese unbegrenzbaren Dimensionen weisen die neuen Gedichte von Andreas Knapp hin. Darin begibt er sich auf Spurensuche nach Worten, die über das Gewöhnliche hinausweisen: Gedichte an der Schwelle zu Gott.

Für eine neue Kultur des Teilens einzutreten bedeutet weit mehr als Almosen zu geben. Es geht um die Bereitschaft, das eigene Leben zu ändern.

Wir steuern auf post-christliche Zeiten zu. Schon bald werden weniger als 50% der Deutschen zu einer christlichen Kirche gehören.

Mit dem Glauben tun sich heute viele Menschen schwer. Sie meinen, es sei gleichbedeutend damit, etwas nicht so genau zu wissen. Andere haben den Eindruck, sie müssten glauben, was ihnen die Kirche vorschreibt, und das widerstrebt ihnen. Sie möchten das glauben, was ihrem Herzen entspricht. Wieder andere verbinden mit Glauben ein System, eine starre Dogmatik, die man blind übernehmen müsse.

Gerade in Krisenzeiten haben wir oft das Bedürfnis uns auszutauschen – nicht alleine zu sein heißt auch nicht alleine gelassen zu sein. Der Philosoph Clemens Sedmak hat deshalb den aufgezwungenen Stillstand als Einladung genommen zum persönlichen Innehalten, zum Nachdenken und Gesprächeführen – mit anderen und mit sich selbst. Entstanden sind so fiktive Gespräche der unterschiedlichsten Art.